11.12.2011

Gepostet in Designstudium

Das Studium des Webdesigns

DesignstudiumDas Faktum, dass sich das Internet rasend schnell verändert, ist eine Trivialität – eine, die dadurch aber nichts an ihrem Aussagegehalt und ihrer Bedeutung verliert. Angesichts eines Mediums mit sehr speziellen Technologien braucht es Leute, die diesen Raum „Internet“ gestalten: Die Web-Designer.

Präsenz ist gefragt

Für Wirtschaftsunternehmen und viele Privatpersonen ist das Internet vor allem zunächst einmal eines: ein Kommunikationsmittel. Im steten Wettstreit um die Sympathien der Internetnutzer und damit potentieller Kunden, ringen Firmen um den stimmigen Auftritt im World Wide Web. Unübersichtliche und überladene Seiten erregen schnell das Missfallen der Kunden und sorgen zuverlässig dafür, dass die Besucher die Website verlassen und sie dankend aus ihrem Gedächtnis streichen.

Von der Software zur Gestaltung

An dieser Stelle breitet sich das Tätigkeitsfeld des Web-Designers aus; er gestaltet das Aushängeschild einer Privatperson oder häufiger die Visitenkarte von Unternehmen. Dabei bedient er sich eines umfangreichen technischen Wissens um verschiedenste Programmiersprachen, von Java bis zu HTML, und seiner Kenntnisse über zeitgemäßes Design. Zum Beispiel gestalten Web-Designer Web-Dokumente und Websiten. Oder finden Antworten auf die Fragen, wie man eine Website zielgruppengerecht und -wirksam formt. Oder “Wie steigere ich die Benutzerfreundlichkeit einer Seite (die sogenannte Usability)? Welche Software ist für den jeweiligen Aufbau der Website die richtige?”, sind Fragen, die Web-Designer beschäftigen.

Viele Wege führen ans Ziel

Wer als Web-Designer arbeiten möchte, hat mehrere Möglichkeiten, den ersten Schritt in die richtige Richtung zu tun. Sie können eine Ausbildung beginnen, Sie können zur Berufsschule gehen, Sie können wie 220.000 andere Menschen in Deutschland ein Fernstudium beginnen, Sie können aber auch den akademischen Weg über ein Hochschulstudium wählen. Da die Berufsbezeichnung Web-Designer nicht gesetzlich geregelt ist, kann sich theoretisch sogar jeder als Webdesigner bezeichnen, der imstande ist, eine Website zu entwerfen. Gerade vor diesem Hintergrund kann man sich als Studierter deutlich abheben. Ein abgeschlossenes Studium kann ein wichtiger Punkt im Lebenslauf sein. Wer mit dem Gedanken jongliert, ein Studium aufzunehmen, sollte allerdings beachten, dass es an staatlichen Hochschulen bisher keinen expliziten Studiengang Webdesign gibt. Allerdings kann man auch in diesem Fall über Umwege ans Ziel gelangen.

Grafikdesign, Informatik oder Mediendesign?

Zunächst empfiehlt es sich, ein Studienfach wie Grafikdesign, Informatik oder Mediengestaltung zu vertiefen. Je nach Hochschule und Studiengang wird die Disziplin Webdesign unterschiedlich stark thematisiert: An der Fachhochschule Mainz im Studiengang Mediendesign gar nicht, an der Hochschule Hof in Bayern zumindest geringfügig. Ähnliches gilt für ein Grafikdesign-Studium, das hierzulande beispielsweise an der FH Düsseldorf, der FH Aachen oder der Hochschule Mannheim unterrichtet wird. Wer etwa in Hamburg Grafikdesign studiert, erhält im 6-semestrigen Bachelorstudiengang Spielraum, um Schwerpunkte bei Webdesign, Illustration und Werbung zu setzen. Gleich welchen Studiengang man letztlich wählt, viel sollte man sich auch selbst per Blog, Fachbuch oder Anleitungen im Internet erarbeiten. Das Studienbereich Web-Design vermittelt den Zugang zu einem Arbeitsfeld, das noch immer im Wachsen begriffen ist. Dementsprechend hoch kann die Nachfrage nach professionellen Website-Gestaltern sein.

Foto: Sander – Fotolia.de

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