11.12.2011

Gepostet in Computer

Der C64 – damals und heute

Den Commodore 64 kennen viele noch aus ihren Kinder- bzw. Jugendtagen. Der 8-Bit Heimcomputer mit 64 KB Arbeitsspeicher hat vor allem den Jugendlichen in den 80er-Jahren unzählige Stunden an Spielspaß bereitet. Fortan kann er das wieder machen, denn jetzt ist der Kult Heimcomputer wieder da!

Der Heimcomputer der 80er-Jahre

Im Januar 1982 wurde der Commodore 64 das erste Mal vorgestellt und war bis zum Ende der 80er-Jahre äußerst populär. Nicht nur als Spielekonsole, auch für die Softwareentwicklung erfreute sich der Heimcomputer großer Beliebtheit. Nach wie vor gilt der C 64 als der meistverkaufte Heimcomputer aller Zeiten. Nach der teuren Einführungsphase ermöglichte der, für damalige Verhältnisse, leistungsstarke Computer den Jugendlichen der 80er-Jahre Zugang zu einer umfangreichen Software. Interne Massenspeicher gab es beim Commodore 64 noch nicht, die Programme wurden alle entweder von einem Steckmodul oder einem externen Laufwerk geladen. Jeder der in dieser Zeit aufgewachsen ist erinnert sich an die sehr dünnen quadratischen Disketten die man in das Floppy-Laufwerk einfädeln musste. Nach der Eingabe des Pfades bzw. Befehls per Hand konnte man endlich “Boulder Dash” oder ähnliches genießen. Mit dem, mit nur einem MHz getakteten Prozessor und 64 KB RAM ließ der Commodore 64 in den 80ern die Herzen der Jugend höher schlagen, garantierte Spielspaß ohne Ende und war der Konkurrenz weit überlegen. Auch die Grafik ließ für heutige Verhältnisse zu wünsche übrig, versetzte die Spieler der Spiele damals jedoch in Entzücken. Ein Custom Chips VIC für die Grafik und der SID Sound boten neuere und bessere Möglichkeiten als jeder andere Computer in der gleichen Preisklasse.

Hightech in altem Gewand

Bereits 2010 kündigte sich an, dass der legendäre C 64 zurück in die Läden kommt. In altem Gewand und mit aktueller Hardware soll der Heimcomputer abermals für Rekordumsätze sorgen. Der PC wurde natürlich in allem an die heutigen Anforderungen angepasst. Das Herz des Commodore 64 bildet ein Intel Atom D535 Dual Prozessor mit 1,8 GHz, der von 4 GB DDR2 RAM unterstützt wird. Damit die Grafik up to date ist, wurde eine Nvidia ION2 verbaut. Anstelle des Diskettenlaufwerks wird der neue C 64 entweder mit einem DVD Laufwerk oder einem Blu Ray Brenner auf der linken Seite ausgeliefert. Auf der rechten Seite des Kompaktrechners befindet sich ein Multi Format Kartenlesegerät. Darüber hinaus bietet der Commodore 64 natürlich auch zahlreiche Anschlüsse auf der Rückseite, dazu zählen vier USB 2.0, DVI, VGA, Gigabit-LAN, HDMI, PS2 und drei Audiobuchsen. Die Audiobuchsen ermöglichen via Realtek Chip einen 6-Kanal-Ton. Als Massenspeicher dient heute eine SATA Festplatte mit wahlweise 160 bis 1.000 GB.

Mehr als ein Personal Computer

Der aktuelle Commodore 64 soll nicht nur als Multimedia oder Office-PC dienen sondern, wie der Vorgänger auch, ebenfalls als eine Spielekonsole dienen. Neben dem Betriebssystem Windows 7 soll der C 64 auch über ein eigenes Commodore OS verfügen, das als Emulator für die “Computer-Steinzeit-Spiele” dient. Somit können die alten Lieblingsspiele auch auf dem neuen Heimcomputer gespielt werden. Da allerdings kein passendes Laufwerk für die Disketten mehr vorhanden ist, müssen die Spiele wohl aus dem Internet heruntergeladen werden. Diese werden jedoch überall gratis angeboten und das damalige Lieblingsspiel wiederzufinden dürfte kein Problem darstellen. In Amerika kam der neue “alte” Commodore 64 bereits im ersten Halbjahr 2011 heraus und fand reißenden Absatz.

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